ABC des guten Tons #2 – Schönes Haar, die Zierde der Frau. //

  • Mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht hab ich mich durch ein weiteres Kapitel meines neuen Vintage-Lieblingsschmökers ABC des guten Tons gelesen. Was mich natürlich brennend interessiert sind die Passagen unter der prima Überschrift ‘Die gepflegte Eva‘. Liegt irgendwie auf der Hand, oder? Was sich dahinter verbirgt?

    Vintage Beauty-Tipps – ‘Die gepflegte Eva’

    Schon meine liebe Omi pflegte mir mit auf den Weg zu geben, dass die Haare die Zierde einer jeden Frau seien. Allein das Wort Friseur brachte die Oma deutlich aus der Ruhe, denn: Jeder Zentimeter zählt. So wurde es mir eingetrichtert. Immer wieder. Mit Nachdruck. Als ich die entsprechende Passage in Hubert Miketta´s Benimm-Führer entdeckte, war klar, das muss zitiert werden. Mädels, gibt acht, es kann so einfach sein:

    ‘Schönes Haar ist ein Schmuck für die Frau, und jedes Haar kann schön sein, wenn es nur richtig behandelt wird. Dabei ist Bürsten wichtiger als Kämmen. Die Amerikaner empfehlen täglich 250 Bürstenstriche, aber es genügt schon, wenn man morgens und abends je zehnmal nach vorn, zur Seite und nach unten bürstet (mit mittelkräftiger Bürste aus Naturborsten!). Das Haar wird dadurch vom Straßenstaub befreit, wird locker, lebendig und glänzend.’

     > Hubert Miketta ‘ABC des guten Tons’ – Seite 153 <

    ABC_Illu

    Illustration: Fackelverlag, 1959.

    *

    Und nicht, dass Ihr meint, das seien schon alle haarigen Tipps des Herrn Miketta gewesen. Nicht fehlen darf auch der gute Rat zum Turnus des Waschvorgangs. Hier wird empfohlen – damit das schöne Haar nicht brüchig und glanzlos wird – es im Normalfall alle 14 Tage zu waschen und nur bei solchem Haar, das zum Fetten neigt, die Waschabstände auf alle-10-Tage zu verkürzen. Jetzt wisst Ihr Bescheid. Nix da, ‘wash & go’.

    In diesem Sinne wünsch ich Euch schönen Wuchs und glänzendes Haar – allzeit.


    Januar 30th, 2013 | JAgentin | 3 Comments | Schlagwörter: , ,

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Eva Gieselberg

3 Responses and Counting...

  • Elfriede 01.30.2013

    . . .und dann gab es da einen Puder mit dem man Fettsträhnen wieder stumpf bürsten konnte. . .
    lieben Gruss,Elfriede (72)

  • Liebe Elfriede,
    das sind ja tolle Tipps. Vielen Dank.
    Und groß ist die Freude über den Kommentar einer Leserin Deines Alters ;)
    Die Jagentin grüßt aus dem Norden.

  • Ja, genau, und das Puder nannte sich dann Trockenshampoo. Davon juckte die Kopfhaut so schön. Aber Hauptsache war ja, dass das Haar nicht fettig aussah! Benutzte man es zu oft erhielt das Haar einen zarten Grauschleier und sah stumpf aus – aber eben nicht fettig!!
    Sicherlich war zu dem Zeitpunkt der Wasserverbrauch pro Kopf wesentlich geringer als heute?!
    Tja, liebe Eva, liebe Elfriede, das waren Zeiten…
    Herzlichst,
    Inge

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